Über Leo

Dies wird (oder wird auch nicht, je nachdem …) ein Blog des Second Life-Avatars Leonorah Beverly.

Leo hat schon einiges gemacht in ihrem zweiten Leben: Zeug gebastelt (vorzugsweise Schmuck), diverse Grundstücke eingerichtet und bepflanzt (immer Sandparzellen mit Meer daneben), in einem Newbie-Center ausgeholfen (Stress pur), ziemlich viel getanzt und gechattet, eifrig geshoppt (das Äquivalent einiger RL-Monatsgehälter an Lindendollars ausgegeben für Tinnef) und seit ein paar Jahren wird fotografiert.

Mein neuestes Projekt ist dieser Blog – wobei ich keine Ahnung habe, wozu ich eigentlich einen Blog brauche (die Welt benötigt ihn sicherlich nicht). Ich gehe mal davon aus, dass man heutzutage ohne Blog ein Niemand ist. Mit Blog ist man wenigstens ein bloggender Niemand. Man teilt seine Gedanken mit dem Äther, sozusagen mit dem Universum. Das hat etwas Erhebendes, etwas Existenzielles. Die eigene Seele weitet sich bei der Aussicht, dass im Moment des „Speicherns“ sofort zig Milliarden Menschen die eigenen Gedanken teilen können – sofern sie über Internet verfügen natürlich. Und falls sie zufällig deutsch beherrschen. Und falls sie nichts Unsinnigeres zu tun haben als grade in diesem Augenblick mit einer Suchmaschine nach dem Blog von Leo zu recherchieren, ihn mittels eines Klicks aufzurufen und schlussendlich auch noch optisch und intellektuell zu verarbeiten.

Aber schließlich und endlich: man teilt! Man gibt weiter! Am Ende hinterlässt man gar noch virtuell-elektronische Spuren!

Ich werde also in der Folge Selbstgespräche führen. Vielleicht sollte ich den Blog dahingehend umbenennen. „Leos infantiles Gebabbel“ oder „Kann mich jemand höööören?“ oder „Leos verbale Flatulenz“. Damit jeder potentielle Leser beim Titel sofort abgeschreckt wird. Letzten Endes: wer braucht schon Leser? Eine Tageszeitung vielleicht oder auch der Autor von Kinderbüchern. Gibt es das überhaupt noch? Kinderbücher? Na egal, damit beschäftige ich mich ein andermal. Obwohl ja die neue Gestalt des Pumuckl derzeit hohe gesellschaftskritische Wellen schlägt. Wobei sich die obskure Frage aufdrängt, wie das Äußere eines offenbar unsichtbaren Kobolds die komplette Republik in Aufruhr versetzen kann. Ist wohl nur durch das Sommerloch zu erklären. Auch negative Werbung ist Werbung. Meistens ist die sogar kostenlos.

Ich bin total vom Thema abgeschweift, das da lautete „Über Leo“. Andererseits – wenn’s eh keiner liest, kann ich hier olympische Gedankensprünge vollführen wie ich will. Ist ja schließlich *mein* Blog.

daisy

Noch was: ich weigere mich strikt, der idiotischen neuen deutschen Rechtschreibung zu folgen, und bleibe bei der alten. Sollte mir dennoch mal versehentlich eine neue RS durchrutschen, so sehe man es mir bitte nach. In meinem Alter kann man sich nicht mehr alles so leicht merken.
Außerdem – und das werden einige der Pfiffigen bereits herausgefunden haben – schreibe ich auf deutsch, und nicht auf englisch. Mein Englisch ist mittelmäßig grausam, und ohne Google-Übersetzung wäre ich öfter mal total aufgeschmissen.

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